Der heilige Georg


Wir wissen nicht sehr viel über sein Leben. Georg war ein Krieger höheren Ranges aus Kappadokien (östliches Kleinasien), der vermutlich bei den Christenverfolgungen unter Kaiser Diokletian um 303 wegen seines beharrlichen Festhaltens am christlichen Glauben mehrfach gefoltert und schließlich enthauptet wurde. Im 14. Jhr. avancierte er zum Nothelfer.

Zu seiner Ikonographie gehört seit dem 14. Jhr. die Rüstung, zu seinen Attributen zählen Palme (Symbol für seinen Status als Märtyrer), Lanze, Schwert, Schild und Banner.

Georg wird als Drachentöter dargestellt. Sein Kampf mit dem Drachen symbolisiert den Kampf und den Sieg gegen das Böse, das Widergöttliche. Der legendäre Kampf mit dem Drachen wurde erst spät in die Legende des Georg aufgenommen.
Die ältesten Erzählungen über seinen Drachenkampf finden sich im Codex Monacenis aus dem 12. Jahrhundert.

Seit dem späten 14. Jhr. ist der Drache dann zum Attribut des Heiligen geworden. Bildliche Darstellungen des Drachenkampfes zeigen das Fabeltier entweder besiegt zu seinen Füßen liegen oder es wird im direkten Kampfgeschehen von Georg mit der Lanze niedergestreckt. Im Christentum gilt Georg als bewaffneter Verteidiger der Kirche und des christlichen Glaubens. Georg als Reiterheiliger, hoch zu Pferd und in voller Rüstung, drückt Autorität und Respekt aus.

Georg wird zum Schutzpatron der Kreuzritter, zum Schutzpatron zahlreicher Länder und Städte (besonders der Seestädte), zum Patron von Gilden, Zünften und Bruderschaften.
An seinem Festtag am 23. April werden Reiterspiele und Umzüge veranstaltet.


Bei den Kopten (den ägyptischen Christen) ist Georg sehr beliebt. Er ist der Kirchenpatron von 343 Kirchen in Ägypten. Ihm zu Ehren finden regelmäßige Wallfahrten statt. Seine Heiligenvita ist auf 15 Ikonen am Altar der koptischen Marienkirche al-Mu`allaqah in Kairo zu bewundern.


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