Der Drache
Der Drache ist ein uraltes Sinnbild für das Chaos, die Naturelemente. Er
verkörpert die unkultivierte und gefährliche Kraft, die aber notwendig ist,
um Vollkommenheit im Sinne von Vollständigkeit zu erreichen.
In der assyrisch-babylonischen Mythologie wird der Drache Tiamat von Marduk
überwunden. Das antike Griechenland kannte viele Drachengestalten: Der
griechische Gott Apollon musste erst den Drachen Python überwinden, um in
Delphi weissagen zu können. Mit dem Drachen Typhon, der von
der neunköpfigen Hydra von Lerna geboren wurde, hat auch der
Göttervater Zeus erfolgreich gekämpft. Hydra wiederum wurde von
Herakles besiegt. Auch die Helden Iason und Perseus mussten den Drachen überwinden.
Im Alten Testament personifiziert der Drache das negative Prinzip. Hier
ist er die Schlange oder der Teufel. Das Alte Testament kennt
den Drachen (Tannin) Leviathan, ein amphibisches Wesen, ein geflügelter Drache,
der im Wasser lebt. Er ist der Widersacher Gottes, der aber
vernichtet wird (Psalm 74,14 und Jesaia 27,1).
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